Vorsorgen
Alterseinkommen aus mehreren Quellen planen
Im Ruhestand kann Geld aus der gesetzlichen Rentenversicherung, einer betrieblichen Altersversorgung, privaten Verträgen und eigenem Vermögen zusammenkommen. Welche Bausteine für Sie wichtig sind, hängt unter anderem von Erwerbsbiografie, Einkommen, Familien- und Beschäftigungssituation sowie dem gewünschten Rentenbeginn ab. Eine sinnvolle Planung beginnt deshalb mit einer Übersicht über erwartete Einnahmen und regelmäßige Ausgaben.
Gesetzliche Rente und Betriebsrente
Die gesetzliche Rentenversicherung ermittelt Rentenansprüche vor allem anhand der im Versicherungsverlauf erworbenen Entgeltpunkte. Die jährliche Renteninformation nennt eine Hochrechnung unter heutigen Annahmen; der ausgewiesene Betrag ist grundsätzlich eine Bruttoleistung. Eine betriebliche Altersversorgung ergänzt die gesetzliche Rente, wenn der Arbeitgeber Leistungen finanziert oder Beschäftigte Teile ihres Entgelts dafür umwandeln. Vergleichen Sie dabei Arbeitgeberzuschuss, Kosten, spätere Besteuerung, mögliche Sozialversicherungsbeiträge und die Folgen eines Arbeitgeberwechsels.
Private Verträge und eigenes Kapital
Private Vorsorge kann eine lebenslange Rentenzahlung, einen fondsgebundenen Vertrag oder selbst verwaltetes Anlagevermögen umfassen. Versicherungsprodukte verbinden Ansparphase und vereinbarte Versicherungsleistungen; Wertpapiere und Fonds sind dagegen Anlageformen, die Sie unabhängig von einem Versicherungsvertrag nutzen können. Garantien, Kosten, Flexibilität, Anlagerisiko und Auszahlungsweise unterscheiden sich. Staatliche Förderung ist an die jeweiligen Vertrags- und persönlichen Voraussetzungen gebunden.
Beginnen Sie mit der gesetzlichen Rente und der möglichen Betriebsrente. Mit der Rentenlücke vergleichen Sie erwartetes Alterseinkommen und geplanten Bedarf. Zu privaten Vertragsformen zählen Kapitallebensversicherungen und fondsgebundene Lebensversicherungen; Basisrente und Riester und Rürup unterscheiden sich vor allem in Förderung und Auszahlung. Langfristiger Vermögensaufbau mit Wertpapieren folgt anderen Regeln als versicherungsgebundene Altersvorsorge.
Planung regelmäßig aktualisieren
Einmal erstellte Zahlen bleiben nicht dauerhaft passend. Neue Beschäftigungszeiten, Teilzeit, ein Arbeitgeberwechsel, Kindererziehung, Pflege oder eine Änderung des geplanten Rentenbeginns können Ansprüche und Bedarf verändern. Halten Sie monatliche Bruttoansprüche, geschätzte Abzüge und Ausgaben in getrennten Zeilen fest. So erkennen Sie, welche Einnahmen bereits konkret berechnet sind und welche noch von langfristigen Annahmen abhängen. Für eine umfassende Übersicht können auch vorhandene Rücklagen, Schulden und Sparziele aus der persönlichen Finanzplanung einbezogen werden.
Das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge verbindet gesetzliche, betriebliche und private Einkommensquellen für den Ruhestand.